Aufnahmekriterien


Nach § 39a SGB V haben Versicherte, die keiner Krankenhausbehandlung bedürfen, Anspruch auf einen Zuschuss zu vollstationärer oder teilstationärer Versorgung in Hospizen, in denen palliativmedizinische Behandlung erbracht wird, wenn eine ambulante Versorgung im Haushalt oder der Familie des Versicherten nicht oder nicht mehr möglich ist.

Betroffene erhalten im Hospiz Leistungen, wenn

  • deren Krankheit voranschreitend verläuft.
  • eine begrenzte Lebenserwartung von einigen Tagen, Wochen bzw. wenigen Monaten vorliegt.
  • deren Heilung ausgeschlossen ist und palliativmedizinische sowie -pflegerische Versorgung benötigen.
  • eine Krankenhausbehandlung nicht erforderlich ist.

Weitere Voraussetzungen

Die Aufnahmekriterien für Gäste ins Hospiz sind in der Rahmenvereinbarung (§ 39a Abs. 1 Satz 4 SGB V) im § 2 Abs. (Anspruchsberechtigte Versicherte) geregelt.

Aufgenommen werden Menschen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben an einer nicht heilbaren Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium leiden. Dazu zählen:

  • Krebserkrankungen
  • Vollbild der Infektionskrankheit AIDS
  • Erkrankungen des Nervensystems z. B. MS, ALS
  • Verschiedene chronische Organerkrankungen.

Die Notwendigkeit der stationären Hospizversorgung ist immer durch einen Vertragsarzt oder Krankenhausarzt auf einem Antrag zu bestätigen und bei den zuständigen Krankenkassen einzureichen.

Kosten

Für den Gast entsteht keine Eigenbeteiligung.
Der festgelegte Tagesbedarfssatz wird zu 95% von den Kranken- und Pflegekassen übernommen. Alle anderen Kosten müssen über Spenden finanziert werden.